5 Wochen Neuseeland

Wie packt man 5 Wochen voller Eindrücke in einen Blogeintrag….? Ich weiß es nicht ;), aber ich starte hiermit einen Versuch, euch etwas teilhaben zu lassen an unserer Neuseeland-Reise.

Der erste Eindruck:

G. hatte seinen ersten Eindruck von Neuseeland ja schon vor 5 Jahren, daher war es nur für mich ein richtig erster Eindruck. Und der erinnerte mich an Südafrika – die Zollbeamten sind freundlich, reden mit einem, scherzen. Die Sonne scheint, man sieht Berge und Meer direkt beieinander und man hat Linksverkehr.

Wie wir reisten:

Der Inhaber des Hostels, in dem wir die erste Nacht verbracht haben, war superhilfsbereit. Er hat uns darüber informiert, dass eine von fünf Fähren, die zwischen Nord-und Südinsel verkehren, ausgefallen ist und wir kaum mit einem Auto auf die Südinsel kommen. Er schlug vor, dass wir hin-und zurück fliegen und jeweils einen sogenannten Microcamper (ein Kombi, in dem man hintendrin schlafen kann) mieten. Am Anfang waren wir uns nicht sicher, ob er es nur vorschlägt, weil er fürs Vermitteln des Autos Geld bekommt oder ob es tatsächlich so ist. Aber im Gespräch mit vielen anderen Reisenden, hat sich das im Nachhinein als goldrichtig rausgestellt.  Und wir haben das Camperleben genossen: wir hatten stets unseren ganzen „Haushalt“ dabei, konnten spontan entscheiden wie weit wir fahren und wo wir übernachten, die Campingplätze waren meist echt schön in der Natur gelegen, am Fluss oder See (fürs morgendliche Bad), günstig, es gab immer `nen Platz für uns und auch Gaskocher“menüs“ können ganz lecker sein.

Einige Höhepunkte:

Rotorua und die heißen Quellen: es blubbert aus heißen Matschlöchern, das Wasser dampft und es riecht schrecklich nach Schwefel. Sowas hab ich noch nirgendwo gesehen. Danach  sitzen wir in der Bücherei, versuchen Wanderhütten online zu buchen und zu zahlen, denn es gibt nur noch einzelne freie Plätze. Das System verlangt irgendeine TAN für die Kreditkarte, was nicht funktioniert. Wir sind am hin-und herüberlegen, was wir machen können, wir wollen die Wanderung unbedingt machen. Da der Laptop-Akku leer ist, müssen wir uns eine Steckdose suchen – und wer sitzt da? Ein Hostelmitbewohner von unserer ersten Nacht in Auckland, wir dürfen seine Kreditkarte benutzen. Wie cool, dass Gott ihn uns übern Weg geschickt hat.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden wir spontan zum Christmasdinner bei einer Pastorenfamilie eingeladen (Bekannte von Freunden aus Deutschland), es gab leckeres Essen, Christmas Crackers und wir hatten ne schöne Zeit miteinander.

Eine Kanutour im Wanganui-Fluss auf der wir gekentert sind und dabei an einer Stelle waren, wo die Strömung so stark war, dass wir nicht ans Ufer konnten und ich bei jedem zweiten Schritt ausgerutscht und weitergetrieben wurde, Gott sei Dank ist G. größer und stärker als ich und hat uns wieder ins Kanu „gerettet“.

Die Natur: türkisblaues Meer, Sandstrände, dunkelblaue Seen (Lake Wanaka war der Favorit), die Berge direkt daneben, Regenwald, Gletscher, Vulkane, Fjorde, gras-, Schaf-, Kuh-bedeckte Hügel, Gelbaugenpinguine, Kiwis (die haben wir aber nur nachts gehört und nicht gesehen), Farne aller Art, Palmen.

An einem Regentag haben wir die Gypsy-Art-Gallery angeschaut, schwer zu beschreiben – ein interaktives Museum mit lustigen Erfindungen. Die erste „Kunstgallerie“, der wir beide etwas abgewinnen konnten 😉

Unsere dreitägige Wanderung auf dem Kepler Track, insgesamt 58 km und 1000 Höhenmeter durch ganz unterschiedliche Vegetationen, mit einem lustigen Ranger in der (Übernachtungs)Hütte und Mitwanderern, die einem dann immer mal wieder begegnen.

Wir haben nur Handgepäck auf die Südinsel mitnehmen können  – es ist erstaunlich mit wie wenig man zurechtkommt und es hält einen vom Shoppen zurück ;). Wir hatten echt Glück, dass es durchging, denn das eine Gepäckstück war eigentlich etwas zu groß, aber so haben wir 140$ sparen können.

G.`s „Farmtage“ mit Besichtigung eines Traktormuseums  und einer Farm – ein Landmaschinenhändler hat  ihm einen Farmer vermittelte,  der uns dann seine Farm gezeigt hat, uns rumgefahren hat,…. Und uns erklärte, dass er ein gutes deutsches Auto kaufte (BMW), da die drei Buchstaben seine Initialien sind 😉

NZ 2007 und NZ 2013:

Die Unterschiede zu Neuseeland vor  6 Jahren und die Naturgewalten waren sehr beeindruckend für G. In Christchurch gab es in der Zwischenzeit ein schweres Erdbeben, so dass das Hostel in dem er damals übernachtet hat, gar nicht mehr steht. Auf dem Tongariro crossing (Wanderweg durch Vulkangebiet) gab es 2012 überraschen einen Vulkanausbruch, der Riesenlöcher in die Hütte schlug, in der G. damals Rast machte. Der Franz-Josef-Gletscher auf der Südinsel ist einiges zurückgegangen und somit deutlich kleiner als vor 6 Jahren.

Und ansonsten lassen wir ein paar Bilder sprechen! 😉 (welche voraussichtlich morgen folgen)

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